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Hohe Ausgaben finanzieren: Wie Sie teure Angelegenheiten problemlos stemmen

Von Nebenjob am 12-07-2018
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Die einen sehnen sich nach einem Eigenheim oder nach einem neuen Auto. Die anderen wollen sich neu einrichten und wieder andere träumen schon lange von einer Reise um die Welt. Diese Wünsche haben eines gemeinsam: sie kosten richtig viel Geld. Das ist gleichzeitig auch der Grund, warum viele sich davor scheuen, ihre Wünsche wahr werden zu lassen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie solche Ausgaben stemmen können, auch wenn Ihr Kontostand etwas anderes sagt.

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Diese Anschaffungen gehen richtig ins Geld

Jeder hat einen größeren Wunsch, den er sich gerne erfüllen würde. So einiges lässt sich mit ein bisschen Geldsparen recht schnell realisieren. In manchen Fällen ist es damit aber nicht getan, weil die Ausgaben die eigenen Möglichkeiten übersteigen. Um abschätzen zu können, ob eine größere Anschaffung den finanziellen Rahmen sprengt, muss man wissen, welche Kosten dafür im Durchschnitt anfallen.

 

Ein Eigenheim

Manch einer spielt mit dem Gedanken, sich eine Eigentumswohnung oder ein Haus zu kaufen. Für ein Haus mit einer Fläche von 120 bis 150 Quadratmetern bezahlt man in Deutschland aktuell 290.000 Euro. Der Kaufpreis für eine Fläche von bis zu 210 Quadratmetern liegt bei 360.000 Euro.

Beim Hausbau lässt sich das nicht so genau sagen, weil zu viele Faktoren den Preis beeinflussen. Diese Kostenpunkte fallen beispielsweise an: Grundstückspreis, Baukosten, Versicherungen und Elektroinstallation.

 

Renovierungsarbeiten

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Wenn es nicht gleich eine ganz neue Immobilie sein soll, genügt manchmal auch schon die ein oder andere Renovierungsarbeit am Eigenheim. Die Kosten dafür fallen sehr unterschiedlich aus. Es kommt darauf an, welche Sanierungs- oder Renovierungsmaßnahmen geplant sind, in welchem Umfang und welcher Handwerksbetrieb beauftragt wird. Die Eindeckung eines Dachs kostet beispielsweise durchschnittlich 80 bis 120 Euro pro Quadratmeter. Eine Badsanierung beläuft sich im Durchschnitt auf Kosten zwischen 9.000 und 30.000 Euro.

 

Ein neues Auto

Sich ein neues Auto zu kaufen, ist mit hohen Kosten verbunden. Vor allem dann, wenn es kein Gebraucht-, sondern ein Neuwagen sein soll. Wie tief Sie für ein Auto in die Tasche greifen müssen, hängt vor allem von der Fahrzeugklasse ab. Kleinstwagen kosten als Neuwagen im Schnitt 10.000 Euro während der Preis für ein Auto der Oberklasse bei mindestens 40.000 Euro liegt.

 

Eine große Urlaubsreise

Eine Reise in ein fernes Land steht bei vielen auf der Wunschliste. Doch wer für längere Zeit ein Land bereisen möchte, muss entsprechend viel bezahlen. Flug, Unterkunft, Transport, Verpflegung und weitere Posten stehen auf der Ausgabenliste. Wenn Sie sich drei Wochen lang die Ostküste Amerikas anschauen möchten, sollten Sie mit rund 3.000 Euro rechnen. Wer eine Reise um die Welt plant, muss schon tiefer in die Tasche greifen: Je nach Umfang belaufen sich die Kosten auf rund 20.000 Euro insgesamt.

 

Eine neue Einrichtung

Ob in Zusammenhang mit einem Umzug oder einfach, weil die Zeit reif dafür ist – einen oder sogar gleich mehrere Räume neu einzurichten, ist ganz schön kostspielig. Eine neue Küche kostet durchschnittlich 6.500 Euro inklusive der Elektrogeräte, wobei auch gerne deutlich mehr dafür ausgegeben wird.

 

Finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die nötigen Geldmittel zusammenzubekommen, die Sie für eine größere Anschaffung benötigen. Eine Möglichkeit besteht darin, finanzielle Unterstützung zu nutzen, welche Banken, Sparkassen und der Staat Ihnen in Form von Krediten und Fördermittel bereitstellt. Damit können Sie sich Ihre Anschaffungswünsche erfüllen, auch wenn das eigene Konto nicht so viel hergibt.

 

Einen Kredit aufnehmen

Typischerweise verbindet man mit der Kreditaufnahme die Finanzierung eines Eigenheims. Dabei nutzen wir Deutschen laut der GfK-Marktstudie 2017 das geliehene Geld in Form von Konsumkrediten hauptsächlich für den Autokauf. Erst danach folgen Ausgaben rund um das Eigenheim, das Schlusslicht bilden Urlaubsreisen. Ein Kredit ist also eine Finanzierungsmöglichkeit, die sich sehr vielfältig einsetzen lässt. Damit es mit der Kreditvergabe klappt, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Zunächst einmal muss der Kreditnehmer volljährig sein und seinen Hauptwohnsitz sowie eine Bankverbindung in Deutschland haben. Sie sollten seit mindestens sechs Monaten in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis sein. Der Kredit darf nicht für einen Dritten bestimmt sein, sondern Sie müssen ihn für Ihr Vorhaben nutzen. Anhand der Einkommensnachweise wird überprüft, ob Sie über ausreichend Geldmittel verfügen, um den Kredit künftig fristgerecht zurückzahlen zu können. Die Einsicht in die Schufa-Einträge gibt Aufschluss über Ihr Zahlverhalten und Ihren Verschuldungsgrad. Wenn Ihre Kreditwürdigkeit von der Bank bestätigt wurde, bleibt nur noch zu klären, wie viel Geld monatlich zur Verfügung steht, um die Raten zu bezahlen. Verschiedene Aspekte spielen dabei eine Rolle, wenn es darum geht, wie hoch die Raten ausfallen sollen. Das hängt unter anderem davon ab, wie viel Eigenkapital für die Finanzierung eingesetzt werden kann und wie hoch die Geldsumme ist, die Sie sich von der Bank leihen. Die Höhe des Kredits, den Sie bekommen, ist davon abhängig, was damit finanziert werden soll, also ob es sich um eine Baufinanzierung oder einen Ratenkredit handelt.

 

Staatliche Förderungen

Bild4-1024x682.jpgEin Hausbau kann aber auch anderweitig finanziert werden. Der Staat bietet verschiedene Fördermittel, Zuschüsse und günstige Darlehen an, um das „Projekt Hausbau“ zu unterstützen. Abgewickelt werden diese Förderungen über Förderbanken und über die individuellen Programme der Bundesländer.

Die finanziellen Mittel der Bundesländer kommen von den Landesförderungsinstituten und werden in den meisten Fällen als zinsgünstige Kredite ausgegeben. Allerdings ist zu beachten, dass die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um die Fördermittel zu bekommen, in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich sind. Dazu kommt, dass sie sich immer wieder ändern können. Informieren Sie sich daher ausführlich darüber, welches Bundesland welche Fördergelder zu welchen Bedingungen anbietet. Manche Bundesländer machen es zur Voraussetzung, dass das Haus, welches neu- oder umgebaut werden soll, behindertengerecht und familienfreundlich ist. Bei anderen wird auch die Modernisierung und Erweiterung von Mietwohnungen gefördert sowie das Wohnen im Orts- oder Stadtkern. Die Antwort auf die Frage, welcher Personenkreis gefördert wird, fällt ebenfalls in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich aus. Während bei den einen der Fokus auf jungen Ehepaaren, Haushalten mit einem Kind oder Haushalten mit einem schwerbehinderten Mitglied liegt, fördern andere Bundesländer generell schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen oder Alleinerziehende mit mindestens einem haushaltsangehörigen Kind.

 

So bekommen Sie mehr Geld auf Ihr Konto

Noch besser, als sich Geld von Bank oder Staat zu leihen, ist es, teure Anschaffungen aus eigener Tasche bezahlen zu können. Man muss dafür nur wissen, wie man den Kontostand kurzfristig und langfristig aufbessern kann.

 

Mehr Lohn bekommen

Um den Kontostand zeitnah und gleichzeitig dauerhaft zu erhöhen, ist eine Gehaltserhöhung ein gutes Mittel. Tatsächlich ist es einfacher, mehr Lohn zu bekommen, als die meisten denken. Dafür müssen Sie noch nicht einmal warten, bis die nächste Lohnerhöhung fällig wird. Sie können die Initiative ergreifen und beim Chef nachfragen. Hierfür ist aber eine gute Vorbereitung ein Muss. Machen Sie sich bewusst, unter welchen Bedingungen der Chef dazu bereit ist, den Lohn zu erhöhen.

 

Einen Nebenjob ausüben

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Anstatt auf eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung zu hoffen, können Sie auch selbst aktiv werden und sich einen Zweitjob suchen. Jeder hat das Recht auf einen Nebenverdienst und es sind sogar mehrere Nebenjobs gleichzeitig erlaubt, sofern Sie sich an die Bedingungen halten. Im Prinzip dürfen Sie so viele Nebenjobs auf 450-Euro-Basis gleichzeitig ausüben, bis Sie mit allen zusammen das monatliche Verdienstlimit von 450 Euro erreicht haben. Wer einen Vollzeitjob hat, darf allerdings nur einen Nebenjob auf 450-Euro-Basis ausüben.

Sie sollten Ihren Arbeitgeber auf jeden Fall über Ihren Zweitjob informieren, denn bei einer unzulässigen Nebenbeschäftigung droht die Kündigung. Für einen Nebenjob in der gleichen Branche benötigen Sie eine Genehmigung Ihres Arbeitgebers. Außerdem müssen Sie darauf achten, dass Sie insgesamt nicht die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden bei einer Sechs-Tage-Woche überschreiten. Sie dürfen also von Montag bis Samstag jeweils acht Stunden pro Tag arbeiten oder bei fünf Arbeitstagen pro Tag entsprechend etwas mehr.

 

Mit dem privaten Besitz Geld verdienen

Geld verdienen ohne dafür zu arbeiten: Was fast zu schön klingt, um wahr zu sein, ist in Wahrheit eine lukrative Option, um den Kontostand aufzubessern. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, mit Ihrem privaten Besitz etwas dazuzuverdienen. Wer einen zusätzlichen Schlafplatz hat oder gar ein ganzes Zimmer entbehren kann, macht sich als Gastgeber für Reisende interessant. Die zeitweise Weitervermietung des eigenen Wohnraums bringt neue Kontakte und ganz nebenbei auch etwas Geld. Doch nicht nur die Wohnung, auch das eigene Auto sowie die Garage oder den Stellplatz vor dem Haus können Sie gegen Bares mit anderen Menschen teilen. Eine weitere bewährte Methode, um zu mehr Geld zu kommen: Zuhause ausmisten und die Dinge verkaufen, die man nicht mehr haben möchte und die aber zu schade für die Mülltonne sind.

 

Geld sparen im Alltag

Eine weitere Möglichkeit, um an mehr Geld heranzukommen, ist zugleich einfach und effektiv. Der Trick besteht darin, im Alltag weniger Geld auszugeben – Geld, dass Sie dann für größere Anschaffungen beiseite legen können. Mit der richtigen Vorgehensweise bleibt jeden Monat ganz nebenbei eine kleine Summe übrig.

 

Sparen beim Einkaufen

Beim Geldausgeben Geld zu sparen, mag paradox klingen, ist tatsächlich aber eine sehr vielfältige Möglichkeit, am Ende des Monats mehr Geld übrig zu haben, ohne sich dafür wirklich einschränken zu müssen. Dementsprechend lang ist die Liste mit Spartipps für den Einkauf: Zum Beispiel sollte man niemals hungrig einkaufen gehen. Eine Einkaufsliste ist auch zu empfehlen, um Spontankäufe zu verhindern.

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Bonuskarten, Gutscheine und Rabatte

Beim Einkaufen können Sie eine Menge Geld sparen, wenn Sie Bonuskarten, Gutscheine und Rabatte nutzen. Viele Läden haben eigene Bonuskarten, mit denen Sie bei jedem Einkauf Punkte sammeln können. Die Punkte lassen sich wiederum als Zahlungsmittel einsetzen. Mit Payback können Sie in allen teilnehmenden Geschäften Punkte sammeln.

Es gibt auch einige Apps, die über Gutscheine und Rabatte informieren. So wissen Sie immer, welche günstigen Angebote es in Ihrer Stadt gerade so gibt und auch beim Online-Shopping können Sie viel sparen.

Zusätzliches Sparpotenzial bieten die speziellen Geburtstagsangebote zahlreicher Unternehmen. Zu Ihrem Geburtstag erhalten Sie von vielen verschiedenen Mode- und Kosmetikgeschäften, Kinos und Online-Shops Rabatte, Gutscheine, kleine Wertgeschenke oder im Falle des Kinos sogar einen freien Eintritt.

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Jeden Monat etwas zur Seite legen

Konsequent jeden Monat oder sogar jede Woche eine kleine Geldsumme zur Seite legen – das erfordert ein wenig Disziplin, lohnt sich aber schon nach recht kurzer Zeit. Eine klassische Spardose hilft dabei, das Geld auch wirklich anzusparen. Darein kommt dann regelmäßig ein individuell festgelegter Betrag.

Wie hoch der ausfällt, können Sie entweder jedes Mal neu entscheiden, ganz nach Geldbedarf, oder Sie legen eine bestimmte Summe fest. Das hat den Vorteil, dass Sie besser kalkulieren können, wann die Wunschsumme erreicht ist.

Außerdem besteht kein Risiko, dass Sie diesen Betrag ausgeben anstatt ihn zu sparen. Etwas einfacher ist das Ganze, wenn Sie auf der Bank einen Dauerauftrag einrichten. Dadurch wird jeden Monat die gewünschte Summe vom Giro- auf ein Sparkonto überwiesen und Sie vergessen keine Zahlungen.

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