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Nebenjob als Straßenkünstler: Mit Straßenmusik, Straßenkunst oder Straßentheater Geld verdienen

Von Nebenjob am 06-11-2009
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Als Straßenmusiker, mit Straßentheater oder ähnlichem lässt sich gutes Geld verdienen

In den meisten Fällen sind sie gern gesehen: Straßenkünstler – ob Musik, Hip-Hop oder andere Darbietungen. Die Straßenkünstler beleben das Stadtbild - damit bietet sich ein guter Nebenjob für all diejenigen, die kein Problem damit haben oder es vielmehr sogar genießen, ihr Talent öffentlich zur Schau zu stellen.

Gerade in den Sommermonaten und in der Vorweihnachtszeit boomt die „Branche“. Zu dieser Zeit tummeln sich vermehrt auch viele „Amateure“ in den Innenstädten, die mit ihrem Hobby bzw. Talent etwas Geld verdienen möchten. Diese Gelegenheitskünstler nutzen die Gunst der Stunde. Denn gerade auch in der besinnlichen Vorweihnachtszeit sind viele Passanten gern bereit, einer gut vorgetragenen Darbietung ihre Aufmerksamkeit – auch in finanzieller Hinsicht - zu schenken.

Viele Passanten sehen in den Straßenkünstlern eine echte Bereicherung und freuen sich, wenn sie beim Einkaufsbummel die Gelegenheit haben, den Künstlern zuzuhören oder zuzuschauen. Auch Rod Stewart oder Paul Simon haben übrigens so angefangen. Kaum jemand fühlt sich durch Straßenmusiker gestört oder gar belästigt – entsprechend selten gibt es Beschwerden oder Probleme.

Allerdings gibt es bestimmte Voraussetzungen, die Sie als Straßenkünstler erfüllen müssen bzw. Einschränkungen, die Sie bei der Ausübung dieses Nebenjobs beachten müssen. Wir haben recherchiert, was Sie grundsätzlich berücksichtigen müssen und wie Sie am besten an die für Sie relevanten Informationen kommen.

 

Voraussetzungen und Einschränkungen bei einem Nebenjob als Straßenmusiker

Obwohl Straßenmusik so locker und spontan erscheint, gibt es doch einiges zu beachten, bevor Sie mit diesem Nebenjob loslegen können. Denn wie gesagt: Es gibt einige Einschränkungen, die Sie beachten bzw. Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen. Und diese Regelungen sind nicht nur von Stadt zu Stadt, sondern unter Umständen sogar von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich, wie wir recherchieren konnten.

Vor allem hinsichtlich der Lautstärke, der Dauer, des Beginns bzw. des Endes und in manchen Städten auch hinsichtlich der Qualität gibt es Vorschriften, die Sie unbedingt beachten müssen, um mit diesem Nebenjob als Straßenmusiker tatsächlich Geld verdienen zu können. Denn wer Vorschriften missachtet, dem droht die Zahlung eines Bußgeldes.

Leider lässt sich allgemeingültig kaum etwas zu den rechtlichen Regelungen sagen, denn diese sind regional stark unterschiedlich. Normalerweise können Sie aber davon ausgehen, dass in Großstädten strengere Auflagen bestehen als in kleineren Städten.

Wir haben bei der Stadt Hamburg nachgefragt und dort von einem Mitarbeiter des bezirklichen Ordnungsdienstes erfahren, dass ein Straßenkünstler im Innenstadtbereich von Hamburg zwar keine Genehmigung benötigt, aber beispielsweise Dauermusizieren und der Einsatz von elektronischen Verstärkern (dazu zählt übrigens auch der Einsatz von Ghettoblastern oder ähnlichen Geräten) sowie von Tonträgern nicht erlaubt sind. Der Musiker muss der Musiker alle 30 Minuten seinen Standort um mindestens 150 Meter verlegen. Wie uns weiter erklärt wurde, ist zwar  erlaubt, sich seine Darbietungen mit Geld honorieren zu lassen, allerdings dürfen die Künstler die Passanten nicht zum Spenden auffordern oder aktiv Geld sammeln. Auch der Verkauf von CDs oder sonstigen Waren ist in Hamburgs Innenstadt nicht erlaubt.

In München geht man sogar soweit, dass die Straßenkünstler dort ein spezielles Casting bestehen müssen. Denn wer in München mit Straßenkunst Geld verdienen möchte, benötigt eine Genehmigung. Die Lizenzen für Straßenmusiker sind rar und werden jeden Morgen von Albert Dietrich vergeben - „Die Welt“ bezeichnete ihn in einem Beitrag unlängst als den „Dieter Bohlen von München“. Jeden Tag werden von Dietrich 10 Lizenzen gegen eine Gebühr von jeweils 10 Euro erteilt. Auch für Statuen, Straßenmaler oder aktive Straßenkünstler bestehen feste Regelungen.

In Köln, dem Mekka der Straßenmusiker, müssen die Musiker ihren Standort nach spätestens 20 Minuten verlassen und dann mindestens 200 Meter weiterziehen. Auch hier sind elektrische Verstärker nicht erlaubt. Wer gegen die Regelungen verstößt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro.

 

Jede Stadt ist anders – die Auflagen für diesen Nebenjob erfahren Sie beim Ordnungsamt, Gewerbeamt am Rathaus oder bei ähnlichen Institutionen

Bevor Sie sich also auf die Straße begeben, um dort mit diesem Nebenjob Geld zu verdienen, fragen Sie bei den oben genannten Institutionen nach, ob und welche Auflagen Sie erfüllen müssen. Manche Städte publizieren diese Informationen auch in Form eines Merkblattes im Internet.

Das Merkblatt der Stadt Hamburg für Straßenmusik und Straßentheater beispielsweise finden Sie hier und das für München finden Sie hier

 

Video zum Thema Straßenmusik

Zum Thema Straßenmusik in München haben wir ein Video recherchieren können, das  Albert Dietrich im Einsatz zeigt. Dietrich war bis zu seiner Rente im Jahr 2016 Mitarbeiter der Stadtinformation im Münchener Rathaus und hat (unter anderem) die  begehrten Lizenzen für die Münchener Innenstadt vergeben.

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