Arbeiten im Hafen – auch im Nebenjob möglich?

Es gibt eine Menge zu tun im Hafen. Hafenarbeiter sind in Seehäfen und größeren Binnenhäfen tätig und helfen beim Be- und Entladen von See- und Binnenschiffen. Wer die Größe mancher Häfen kennt, der ahnt, wie viel Arbeit dabei anfällt.

Grund genug für uns nachzufragen, welche Möglichkeiten es gibt sind, im Hafen einen Nebenjob auszuüben.

Wir sprachen mit Herrn Günther von der Gesamthafenbetriebsgesellschaft mbH (GHBG) in Hamburg. Die GHBG ist im Hamburger Hafen als Personaldienstleister tätig: An die GHBG wenden sich diejenigen Umschlags- und Logistikbetriebe der Hafenwirtschaft, die die anfallende Arbeit nicht mit den eigenen Mitarbeitern bewältigen können und zusätzliches Personal benötigen. Die GHBG arbeitet übrigens mit rund 400 Hafenbetrieben zusammen.

Die wichtigste Frage: Gibt es Nebenjobs im Hafen?

Zwar werden bei der GHBG keine Minijobs auf 450-Euro-Basis vergeben – das liegt daran, dass der Arbeitseinsatz und damit der monatliche Verdienst nicht von vorneherein abschätzbar ist, sagte uns Herr Günther.

Es gibt aber die Möglichkeit, als Aushilfsarbeiter bei der GHBG tätig zu werden, denn die GHBG beschäftigt neben den fest angestellten Mitarbeitern mehrere hundert Aushilfsarbeiter auf Tagebasis. Herr Günther erklärte uns, wie das funktioniert. Wer als Aushilfsarbeiter im Hafen tätig werden möchte, kann (muss aber nicht) sich morgens bei der GHBG melden. Die Mitarbeiter werden von den Kunden der GHBG abgerufen und jeden Tag neu vermittelt.

Aufgaben bei der Hafenarbeit: Welche Tätigkeiten gibt es bei der GHBG?

Grundsätzlich gibt es die Arbeitsbereiche des Hafenumschlags und in der Logistik. Im Bereich des Hafenumschlags handelt es sich um den Containerumschlag, den konventionellen und den Massengutumschlag. In der Logistik kann man beispielsweise als Fahrer, Kommisionierer, Konfektionierer, Packer, Palettierer, Lagerhilfskraft, Lascher oder Warenkontrolleur tätig werden.

Welche Qualifikationen müssen Sie mitbringen, wenn Sie im Hafen arbeiten möchten?

Da die Tätigkeitsgebiete – vom Containerbrücken-Fahren über Staplerfahren bis zur einfachen Benutzung der Hände – ganz unterschiedlich sind, sind entsprechend die Voraussetzungen verschieden, wie uns Herr Günther erklärte. Grundsätzlich aber, so informierte uns Herr Günter weiter, sind die Arbeiten im Hafen immer qualifizierter geworden.

Geld verdienen: Wie werden Sie als Hafenarbeiter bezahlt?

Es liegt auf der Hand, so Herr Günther, dass der Stundenverdienst abhängig von der Tätigkeit und Qualifikation des Mitarbeiters ist. Wir konnten allerdings von Herrn Günther erfahren, dass der Mindestlohn 9,38 Euro brutto pro Stunde beträgt.

Arbeitszeiten: Wann wird gearbeitet?

Im Hafen gibt es keinen Stillstand. Zwar wird – so Herr Günther – zweimal täglich zu Schichtzeiten vermittelt, gearbeitet aber wird im Hafen rund um die Uhr.

Wer mehr über die Gesamthafenbetriebsgesellschaft mbH Hamburg erfahren möchte, besucht am besten die Website der BHGB.

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